Dienstag, 5. Februar 2013

Renzi und Bersani gehen getrennte Wege ...

... aber nur im Fussball, nicht politisch. Wenn die Beiden am Samstag nachmittag beim Spiel Juve gegen Fiorentina im Stadion in Turin sind, dann werden für den Tifoso der Fiorentina sicherlich böse Erinnerungen an schmerzhafte Niederlagen gegen die Alte Dame aus Turin wach. Zuvor, am Freitag und am Samstag, werden die beiden Politiker gemeinsam für das Wahlprogramm der Linken in Piemont werben. Der AC Milan hat Balotelli verpflichtet, den Killer der Deutschen bei der letzten WM. Manch ein Wahl-Demoskop in Italien hat Berlusconi dafür einen Prozentpunkt gut geschrieben. Bersani hat gekontert, indem er sagt, dass wer in Italien geboren ist, auch Italiener sei. Eine der Forderungen Renzi's, die auch auf Balotelli zutrifft.

Montag, 4. Februar 2013

Renzi drückt Papst die Hand

Das Orchester des Maggio Fiorentino war in Rom und hat vor dem Papst aus Anlaß des Jahrestages der Unterzeichnung der Lateran-Verträge ein Konzert gegeben. Auf dem Programm standen die dritte von Beethoven und die Macht des Schicksals. Nach dem Konzert, das Maestro Zubin Mehta dirigierte, durfte Renzi, als mitreisender Bürgermeister, ein paar Worte mit dem Papst wechseln. Vielleicht hat er den heiligen Vater um Rat gefragt wie man die Krise beim Maggio bewältigen kann. Renzi steht in der Kritik, nicht nur bei den Musikern, weil er, als städtischer Arbeitgeber, Personal entlassen wollte. Das scheint wohl erst einmal vom Tisch.

Berlusconi über Renzi

Der TV Sender La7 hat mal wieder Berlusconi interviewt und dabei auch Fragen zu seiner Meinung über Renzi gestellt. Immer wieder versucht dieser, den Bürgermeister in seine öffentlichen Äußerungen zu vereinnahmen. Und so auch diesmal. Dabei hatte Renzi schon vor Wochen getwittert als ihm Berlusconi angeboten hatte, bei ihm einzusteigen, dass er die Tür ruhig schließen könne, weil ihm kalt werde. Das scheint angekommen zu sein, und so nutzt Berlusconi die Öffentlichkeit, um einen Keil zwischen die Linke und Renzi zu treiben. Der Zeitpunkt ist interessant, denn gerade hat Bersani, der Spitzenkandidat der PD, Schulterschluss mit Renzi auf einer Wahlveranstaltung in Florenz demonstriert. Er soll sich bloß nicht von dem alten Fuchs Berlusconi einwickeln lassen, der für einen Generationenwechsel ist und es gut gefunden hätte, wenn Verteter einer jungen Generation gegeneinander angetreten wären und die Linke nicht wieder Kommunisten alten Stils aufgeboten hätte. Berlusconi behauptet, dass er an Angelino Alfano übergeben hätte, wenn Renzi als Spitzenkandidat der Linken in die Wahlen gegangen wäre.