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| Ich bin bereit |
Donnerstag, 21. März 2013
Matteo Renzi Titelblatt "Espresso"
Dann hat er es auf das Titelblatt des Espresso geschafft. Als Alternativ-Titelseite hatte der Espresso ein Bild vom Papst. Wahrscheinlich wollte man sich auch von Panorama abheben. Die Ereignisse gehen ihren Gang. Morgen schlägt Präsident Napolitano den Mann vor, der die Regierung in Italien bilden soll.
Mit Stirnband sieht es doch etwas kamikazemäßig aus. Ich drücke ihm die Daumen.
Mittwoch, 13. März 2013
Matteo Renzi steht bereit
Die Papstwahl ging doch ziemlich fix. Francesco I. sieht freundlich aus und soll sehr bescheiden sein. Ein bißchen alt könnte man einwenden, aber wann gab es schon einmal einen jungen Papst. Das Alter des Papstes ist sicherlich kein Thema für unseren Rottamatore Renzi.
Er ist bekennender Katholik und links. Er steht damit in der italienischen Tradition, dass sich Unvereinbares vereinen läßt, siehe Don Camillo und Peppone. In der Politik laviert er im Augenblick etwas, er will sich nicht selbst beschädigen. Wiederholt sein Mantra, dass eine Kandidatur erst nach dem Sieg neuer Vorwahlen in Fragae kommt. Er zeigt sich, ohne dem Vorsitzenden Bersani in den Rücken zu fallen. Er macht bekannte Vorschläge, die auch schon in der Vergangenheit die Parteileitung herausgefordert haben. Die Bürgerdemokratie eines losen Bündnisses kann man nur mit ihren eigenen Themen herausfordern, die von Kritikern in der Partei auch schon früher angesprochen wurden, wenn auch leiser, weil es ja auch eine "Parteidisziplin" gibt. Bei den Vorwahlen hatte Renzi Widersacher, die ihn in der jetztigen Situation als Retter des Linksbündnisses sehen. Renzi bleibt seinen Prinzipien: Vorwahlen gewinnen, klare Mehrheiten ohne riskante Bündnispartner, "Verschrottung". Doch ein neuer Unterton kommt in einem kürzlichen Espresso-Interview ins Spiel: Bürgermeister von Italien.
Sollte Bersani mit einer Regierungsbildung scheitern, dann könnten Neuwahlen anstehen. Bei eventuellen Vorwahlen der PD könnte Renzi antreten. Wenn man die Diskussionen in der Presse wie Corriere della Sera oder im Fernsehen, öffentlich wie privat, verfolgt, dann hat man den Eindruck, dass die Journalisten immer die gleichen Fragen stellen, nur um dem Gesprächspartner das neueste Bekenntnis zu entlocken. Dann wird eine Titelzeile formuliert, die manchmal im Widerspruch zu dem steht, was gesagt wurde. Das kann zur Demontage von Politikern beitragen, gilt Journalisten aber als Pressefreiheit, weil man glaubt, objektiv zu sein. Deshalb bevorzugt Grillo im Moment das Gespräch mit ausländischen Journalisten, zum Beispiel denen des Handelsblatts.
So wie in manchen italienischen Fernsehsendern am Wochenende im Bezahlfernsehen gezeigte Fussballspiele kommentiert werden, ohne dass der Zuschauer die Spiele sieht, sondern nur die Kommentatoren, so werden sich die italienischen Journalisten auch mit fehlendem oder verkleidetem Grillo arrangieren. Alles im Interesse der Information.
Es wird behauptet, dass Renzi an einem politischen Programm arbeitet, das der politischen Lage in Italien Rechnung trägt und Lösungen für Herausforderungen wie Konflikte innerhalb der PD, Grillo und die PD, Wahlkampferstattung, Vorwahlen usw. anbieten soll. Im Espresso klingt es erst einmal danach, dass er bereit sei.
Im folgenden Blog, kommt der lapidare Kommentar von francesco55: "Te sei pronto, ma io ancora non sono pronto a darti il voto!" Du bist bereit, aber ich bin noch nicht bereit, dir meine Stimme zu geben. Das scheint noch ein ziemlich steiniger Weg zu werden.
Er ist bekennender Katholik und links. Er steht damit in der italienischen Tradition, dass sich Unvereinbares vereinen läßt, siehe Don Camillo und Peppone. In der Politik laviert er im Augenblick etwas, er will sich nicht selbst beschädigen. Wiederholt sein Mantra, dass eine Kandidatur erst nach dem Sieg neuer Vorwahlen in Fragae kommt. Er zeigt sich, ohne dem Vorsitzenden Bersani in den Rücken zu fallen. Er macht bekannte Vorschläge, die auch schon in der Vergangenheit die Parteileitung herausgefordert haben. Die Bürgerdemokratie eines losen Bündnisses kann man nur mit ihren eigenen Themen herausfordern, die von Kritikern in der Partei auch schon früher angesprochen wurden, wenn auch leiser, weil es ja auch eine "Parteidisziplin" gibt. Bei den Vorwahlen hatte Renzi Widersacher, die ihn in der jetztigen Situation als Retter des Linksbündnisses sehen. Renzi bleibt seinen Prinzipien: Vorwahlen gewinnen, klare Mehrheiten ohne riskante Bündnispartner, "Verschrottung". Doch ein neuer Unterton kommt in einem kürzlichen Espresso-Interview ins Spiel: Bürgermeister von Italien.
Sollte Bersani mit einer Regierungsbildung scheitern, dann könnten Neuwahlen anstehen. Bei eventuellen Vorwahlen der PD könnte Renzi antreten. Wenn man die Diskussionen in der Presse wie Corriere della Sera oder im Fernsehen, öffentlich wie privat, verfolgt, dann hat man den Eindruck, dass die Journalisten immer die gleichen Fragen stellen, nur um dem Gesprächspartner das neueste Bekenntnis zu entlocken. Dann wird eine Titelzeile formuliert, die manchmal im Widerspruch zu dem steht, was gesagt wurde. Das kann zur Demontage von Politikern beitragen, gilt Journalisten aber als Pressefreiheit, weil man glaubt, objektiv zu sein. Deshalb bevorzugt Grillo im Moment das Gespräch mit ausländischen Journalisten, zum Beispiel denen des Handelsblatts.
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| So klingt Grillo in Deutschland |
So wie in manchen italienischen Fernsehsendern am Wochenende im Bezahlfernsehen gezeigte Fussballspiele kommentiert werden, ohne dass der Zuschauer die Spiele sieht, sondern nur die Kommentatoren, so werden sich die italienischen Journalisten auch mit fehlendem oder verkleidetem Grillo arrangieren. Alles im Interesse der Information.
Es wird behauptet, dass Renzi an einem politischen Programm arbeitet, das der politischen Lage in Italien Rechnung trägt und Lösungen für Herausforderungen wie Konflikte innerhalb der PD, Grillo und die PD, Wahlkampferstattung, Vorwahlen usw. anbieten soll. Im Espresso klingt es erst einmal danach, dass er bereit sei.
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| Renzi: Ich bin bereit |
Sonntag, 10. März 2013
Matteo Renzi - Che tempo che fa 9.3.2013
Irgendwie kann man diese Stimme nicht mehr hören. Die Anderen scheinen zu schweigen, warum schweigt Renzi nicht auch. Lass doch den Bersani etwas richten, vielleicht schafft er es auch. Renzi macht immer wieder auf sich aufmerksam und kommentiert aus einer sicheren Deckung heraus.
Dabei sollte er nicht vergessen, dass sich die PD sehr sicher war, die Wahlen zu gewinnen. Wenn er sich sicher ist, eventuell anstehende Vorwahlen oder Neuwahlen zu gewinnen, dann hat er die Rechnung ohne den Wirt gemacht.
Aber er muss im Gespräch bleiben. Als er sich nach der Wahl etwas zurückgezogen hat, haben alle gefragt, wo ist er denn, schmollt er, weiß er nicht mehr weiter?
Jetzt wagt er sich aus der Deckung und hat das Recht dazu, denn als Bürgermeister vertritt er die Interessen der Bürger einer der großen Städte in Italien - Florenz - und hat das Recht, mit Monti zu reden, wenn es zum Beispiel um einige der 23.000 Baustellen in Italien geht, die nicht fertig gestellt werden können, weil 9 Milliarden Euro öffentlicher Mittel blockiert sind.
Matteo Renzi bei Che tempo che fa 9.3.2013
Renzi hofft, dass es Bersani schafft. Neue Wahlen vielleicht in Juni oder Oktober. Die acht Punkte von Bersani sollten ergänzt werde mit der Abschaffung der staatlichen Wahlausgaben-Erstattung: 45 Millionen für die PD, 43 Millionen für 5 Stelle und 37 Millionen für PDL.
Aktionen sind erforderlich: Beschäftigungsprogramme vor allem für die Jungen. Investitionen in Tourismus, Kultur und Bildung.
Kammer- und Senatspräsidenten wird es am nächsten Samstag, spätesten nächste Woche Montag, geben. Das ist sicher, weil das Wahlrecht vier Runden vorsieht.
Kammer und Senat machen dasgleiche mit 1000 Parlamentarier. Schaffen wir den Senat ab und schicken wir die Bürgermeister und die Regionalpräsidenten hin, wenn es um die Abstimmung zu Gesetzen geht, natürlich unentgeltlich.
Dabei sollte er nicht vergessen, dass sich die PD sehr sicher war, die Wahlen zu gewinnen. Wenn er sich sicher ist, eventuell anstehende Vorwahlen oder Neuwahlen zu gewinnen, dann hat er die Rechnung ohne den Wirt gemacht.
Aber er muss im Gespräch bleiben. Als er sich nach der Wahl etwas zurückgezogen hat, haben alle gefragt, wo ist er denn, schmollt er, weiß er nicht mehr weiter?
Jetzt wagt er sich aus der Deckung und hat das Recht dazu, denn als Bürgermeister vertritt er die Interessen der Bürger einer der großen Städte in Italien - Florenz - und hat das Recht, mit Monti zu reden, wenn es zum Beispiel um einige der 23.000 Baustellen in Italien geht, die nicht fertig gestellt werden können, weil 9 Milliarden Euro öffentlicher Mittel blockiert sind.
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| Hat einen schönen Thresen. |
Matteo Renzi bei Che tempo che fa 9.3.2013
Renzi hofft, dass es Bersani schafft. Neue Wahlen vielleicht in Juni oder Oktober. Die acht Punkte von Bersani sollten ergänzt werde mit der Abschaffung der staatlichen Wahlausgaben-Erstattung: 45 Millionen für die PD, 43 Millionen für 5 Stelle und 37 Millionen für PDL.
Aktionen sind erforderlich: Beschäftigungsprogramme vor allem für die Jungen. Investitionen in Tourismus, Kultur und Bildung.
Kammer- und Senatspräsidenten wird es am nächsten Samstag, spätesten nächste Woche Montag, geben. Das ist sicher, weil das Wahlrecht vier Runden vorsieht.
Kammer und Senat machen dasgleiche mit 1000 Parlamentarier. Schaffen wir den Senat ab und schicken wir die Bürgermeister und die Regionalpräsidenten hin, wenn es um die Abstimmung zu Gesetzen geht, natürlich unentgeltlich.
Mittwoch, 6. März 2013
Matteo Renzi bei Ballarò von Giovanni Floris.
Am 5.3.2013, einen Tag vor der Sitzung der Direktion der PD in Rom, war Renzi bei einer der beliebten Talkshows im Italienischen Fernsehen.
Es war ein schöner Moment als Renzi auf die Frage, ob er nun als Kandidat zur Verfügung stehe, antwortete: Denken Sie denn, ich komme durch den Hintereingang zurück. Wissen Sie nicht, dass ich die Vorwahlen der PD verloren habe? Es gehört zur Glaubwürdigkeit eines Politkers, seine Versprechen zu halten. Damit stärkt er sich selbst, ohne Bersani zu schwächen, dem er verspricht, die PD nicht zu spalten, was garnicht so abwegig wäre, wenn man sich diesen Zusammenschluß aus linken Christdemokraten und Kommunisten (extrem gesehen) vor Augen führt. Vorerst sind die Angriffe von M5S und PDL abzuwehren und dies geht nur mit einer organisierten Kraft. M5S und PDL müssen sich nun an Bersani abarbeiten, denn vielleicht schafft er es sogar.
Renzi bei Ballarò 5.3.2013
Renzi antwortet auf alle Fragen, auch auf die unbequemen, direkt und mit offenem Visier. Er redet schneller als er denkt. Unglaublich. Aber die Gedanken sind klar und verständlich formuliert, selbst ich kann ihm mit meinen geringen Italienisch-Kenntnissen folgen.
Es gelingt ihm, das skeptische Publikum auf seine Seite zu ziehen. Es geht um Grillo, Berlusconi, um Monti, den er am 5.3. besucht hat. Ist doch schön wie er darstellt als er einmal Berlusconi besuchte, aber nur zum Mittagessen eingeladen wurde, denn irgendwie hat Berlusconi mit seinen Röntgen-Augen sofort verstanden, dass Renzi nichts für ein Abendessen mit anschließendem Bunga-Bunga wäre. Geistreiche Doppeldeutigkeit ohne jemanden direkt anzugreifen.
Italienische Leichtigkeit eben, auch in der Politik. Beneidenswert.
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| Renzi bei Ballarò am 5.3.2013 |
Es war ein schöner Moment als Renzi auf die Frage, ob er nun als Kandidat zur Verfügung stehe, antwortete: Denken Sie denn, ich komme durch den Hintereingang zurück. Wissen Sie nicht, dass ich die Vorwahlen der PD verloren habe? Es gehört zur Glaubwürdigkeit eines Politkers, seine Versprechen zu halten. Damit stärkt er sich selbst, ohne Bersani zu schwächen, dem er verspricht, die PD nicht zu spalten, was garnicht so abwegig wäre, wenn man sich diesen Zusammenschluß aus linken Christdemokraten und Kommunisten (extrem gesehen) vor Augen führt. Vorerst sind die Angriffe von M5S und PDL abzuwehren und dies geht nur mit einer organisierten Kraft. M5S und PDL müssen sich nun an Bersani abarbeiten, denn vielleicht schafft er es sogar.
Renzi bei Ballarò 5.3.2013
Renzi antwortet auf alle Fragen, auch auf die unbequemen, direkt und mit offenem Visier. Er redet schneller als er denkt. Unglaublich. Aber die Gedanken sind klar und verständlich formuliert, selbst ich kann ihm mit meinen geringen Italienisch-Kenntnissen folgen.
Es gelingt ihm, das skeptische Publikum auf seine Seite zu ziehen. Es geht um Grillo, Berlusconi, um Monti, den er am 5.3. besucht hat. Ist doch schön wie er darstellt als er einmal Berlusconi besuchte, aber nur zum Mittagessen eingeladen wurde, denn irgendwie hat Berlusconi mit seinen Röntgen-Augen sofort verstanden, dass Renzi nichts für ein Abendessen mit anschließendem Bunga-Bunga wäre. Geistreiche Doppeldeutigkeit ohne jemanden direkt anzugreifen.
Italienische Leichtigkeit eben, auch in der Politik. Beneidenswert.
Matteo Renzi - RAUS!
Ja, es gibt sogar ein Buch von ihm, das seine politische Weltsicht erläutert. Kann man schon mal lesen. Ist eine Übersetzung aus dem Italienischen. Das Original wurde 2011 veröffentlicht, die Übersetzung ein Jahr später. Was er schreibt hat immer noch Gültigkeit.
Gibt es bei Amazon: Renzi, Matteo: Raus - Politik mit offenem Visier
Wer nicht bei Amazon bestellen will, schreibt an diesen Blog.
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| Frisch erschienen |
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