Schon früher hat sich Matteo Renzi mit Tony Blair getroffen. Am 1. April war Renzi in London zu einem Treffen mit dem britischen Premier Cameron. Vorher hat er sich schon in Paris bei Hollande und in Berlin bei Frau Merkel vorgestellt.
Was den Besuch in London besonders interessant macht, ist der Fakt, dass er sich wieder einmal mit Tony Blair getroffen hat, der ein Toscana-Liebhaber ist. Bis 2006 war der damalige britische Premier während seiner Sommerferien Gast in der Villa di Cusona in der Nähe von San Gimignano (Siena), die ihm von Girolamo Strozzi Majorca Renzi, Fürsten von Forano, zur Verfügung gestellt wurde. Renzi, den Namen kennt man doch. Die Strozzi sind eine edle Florentiner Familie. So eine Namenverknüpfung macht neugierig. Und Blair, mit dem sich Renzi anläßlich seines London-Besuches zu einem Abendmahl traf, hat mit ihm nicht nur über einen schönen Toskana-Urlaub gesprochen.
Denn es geht um mehr. Es gibt eine Bewegung der Fortschrittlichen, die daran glauben, dass eine Regierung in der Lage ist, wirkliche Veränderungen für die Menschen herbeizuführen. Entscheidend dafür soll sein, die Institutionen auf ein Niveau zu bringen, das höchsten Ansprüchen genügt. Es genügt nicht nur, Gesetze zu verabschieden, sondern es muss auch dafür gesorgt werden, dass ihre Umsetzung gewährleistet wird. Dies ist die eigentliche Herausforderung. Um dieses Thema mag es gegangen sein als sich Blair und Renzi in London trafen. Mit anderen Worten, Renzi darf nicht aufhören, zu "Verschrotten". Der größte Feind ist das Beharrungsvermögen der Institutionen, wenn es um Veränderung geht. Der zweitgrößte Feind sind die Anti-Politiker, die "Internet"-Politik betreiben und dabei die Politk entprofessionalisieren und den Menschen vorgaukeln, dass jeder zum Politiker taugt. Dass dies dem Populismus Vorschub leistet, nämlich Rednern, die sich gut und pointiert artikulieren können (siehe Grillo), dabei jedoch eigene Interessen verfolgen, ist eine der großen Gefahren.
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