Sonntag, 4. Mai 2014

Fiorentina - Napoli 1:3

Leider hat es für die Fiorentina wieder nicht für einen Titel im nationalen Fußball gereicht. Die Partie des italienischen Pokalfinales am Samstag abend war offen bis in die Nachspielzeit als das 3:1 für Napoli fiel und alle Hoffnungen der Fiorentina-Fans erstarben. Ab der 79. Minute hatte Napoli nur noch zehn Spieler auf dem Feld. Selbst die Einwechselung des lange verletzten Stürmers Rossi brachte keine Erlösung. Renzi war anwesend und es sollte ein politischer Abend werden.
Hübsch das neue Fiorentina-Fan-shirt
Im Stadion in Rom herrschte eine apokalyptische Stimmung. Selbst die Nationalhymne wurde ausgepfiffen. Ist das Respektlosigkeit oder ein Zeichen dafür wie wenig sich das einfache Volk noch mit ihrer Nation identifizieren kann. Die Macht der Ultras im Stadion und die erzwungene Ohnmacht des Staates (es wurden Gerüchte gestreut, dass sich die Polizei mit den Ultras abgesprochen hat, um die Partie überhaupt zu beginnen) sind Auswüchse aktiver Antipolitik. Die Ultras bestimmten, ob gejubelt werden darf oder nicht. Vor dem Spiel, dass mit 45 Minuten Verspätung angepfiffen wurde, ging das Gerücht, dass ein Napoli-Fan bei Krawallen getötet worden sein soll. Dies war aber nicht der Fall. Der Napoli-Spieler Hamsik sprach mit den Anführern der Napoli-Ultras, die wiederum die Anhängerschaft beruhigten. Es ist schon extrem zu erleben, wie Kleinkriminelle, die die Ultras anführen, die Öffentlichkeit beeinflussen können. Renzi ist Fussball-Fan und nutzt in seiner Rhetorik oft auch Begriffe aus dem Fussball. Er sollte auf seine Berater hören und die öffentliche Sicherheit nicht vernachlässigen. Dieses Thema scheint nicht auf Renzi's Agenda zu stehen oder wenn, dann doch ziemlich weit hinten. Grillo kräht sofort vom Ende der Republik, dabei trägt er mit seiner immer agressiver werdenden Rhetorik zu diesen extremen Auswüchsen bei. 

Renzi nicht ohne seine Frau. Sehr gut Agnese. Du bist sein Schutzengel - immer in weiß.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen