Eine diplomatische Antwort und schön, dass auch das Matteo bleibt und nicht das distanzierte Renzi, il sindaco oder il segretario in der Mitteilung verwendet wird. Das vermittelt den Eindruck eines professionellen Schulterschlusses.
Da scheint doch etwas zu gehen zwischen den beiden. Die können sich beide befeuern und vorantreiben, vielleicht gibt es dann schon im Februar eine Regierungsumbildung.
Man wird es sehen.
Der Druck, der von Renzi ausgeht, bleibt. Aber Letta kann die Dinge einfach aussitzen, denn er weiß, dass die PD ihn braucht, weil er sich in der großen Koalition aufreibt. Er repräsentiert die Generation des Übergangs zwischen den Generationen von Berlusconi (die Siebzigjährigen) und Renzi (die Dreißigjährigen). Letta steht für die Vierzig- und Fünfzigjährigen, die sich nicht aus der Politik drängen lassen wollen, nur weil sie an den ganz Alten nicht vorbei gekommen sind.
Rein biologisch gesehen, kann eine Generation auch in der Politik nicht übersprungen werden. Deshalb bleibt der Bipolarismus von Letta und Renzi die bessere Lösung. Das ist so etwas wie Regierung und Opposition in einer Partei. Interessantes Spannungsfeld.
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| Letta: Ich vertraue Matteo, wir werden gut zusammenarbeiten |


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