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| Ein echtes Wahlgesetz, Abschaffung von Senat und Provinzen, Veränderung der Regionen. |
Der nunmehr vorbestrafte Berlusconi repräsentiert immer noch die Rechte in Italien und bei Wahlen könnte er mit 7-8 Millionen Stimmen rechnen. Deshalb scheint es legitim, ihn in die Diskussionen mit einzubeziehen. Renzi hatte sich schon vorher mit Vertretern anderer relevanter Parteien getroffen und dieselben Themen diskutiert.
Berlusconi ist damit einverstanden, dass sich das poltische Spektrum in Italien auf die großen Parteien reduziert und die Politik nicht vom Wohlwollen der kleineren Parteien abhängt. Außerdem wird der Senat verändert. Den Zeitpunkt hat Renzi perfekt gewählt. Alfano hat mit seiner neuen Partei die Rechte gespalten. Berlusconi sammelt seine Getreuen und ist aus dem Senat geflogen, weshalb es ihn wenig schert, wenn es keine bezahlten Senatoren mehr gibt. Renzi scheint den Rest von Berlusconi zu nutzen, um eine handlungsfähigere Demokratie zu etablieren. Das hat aber einen kleinen Beigeschmack wegen der Machtfülle, die der Sieger in den Wahlen hätte. Das könnte wiederum der Demokratie schaden.
Berlusconi hofft, dass die anderen Parteien dem Wahlgesetz zustimmen. Renzi arbeitet an etwas, worum sich Berlusconi lange erfoglos bemüht hat, weil ihm die kleineren Partner immer Knüppel zwischen die Beine geworfen hat. Gelingt das neue Wahlrecht, dann wäre der Initiator, als solcher würde Renzi erscheinen, der legitime Erbe von Berlusconi. Das hat der Cavaliere verstanden und macht gute Miene zum bösen Spiel, wenn das mit diesem maskenhaft wirkendem Gesicht noch geht. Er hat die Partie verloren, aber einen ebenbürtigen Nachfolger gefunden.
Es gibt eine tiefe Übereinstimmung zwischen PD und FI. Und Berlusconi war wohl zum ersten Mal im Sitz der PD und traf sich mit dem Segretario unter einem Foto, das Che Guevara und Fidel Castro beim Golfen darstellt.
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| Sieht aber nicht sehr professionell aus. War auch nicht ihr Thema. |
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| Für gute Werke gibt es auch einmal ein Stück Einweihungsband. |
Auf der Pressekonferenz hat er laut und deutlich von Letta, einem Onkel von Enrico, gesprochen, der bei den zweistündigen Verhandlungen mit anwesend gewesen war. Italien, Italien.





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